Restauration, abgeschlossen Frühjahr 2005

Goggomobil T 400, vom Entchen zum Schwan.

Baujahr 1958
Limousine, 400 ccm
Substanz
Gut, trotz des Zustands
Originalfarbton
Wiederhergestellt

Start Restaurationen Goggomobil T 400, 1958

Dieser Goggomobil T 400 stand kurz vor dem Verschrotten, als er in die Werkstatt kam. Auf den ersten Blick ein hoffnungsloser Fall, auf den zweiten aber ein Fahrzeug mit überraschend guter Substanz. Die meisten tragenden Teile waren zu retten, die Karosserie liess sich mit überschaubarem Aufwand wieder in Form bringen.

Der Prozess liess sich gut mit „vom hässlichen Entchen zum schönen Schwan“ beschreiben. Schritt für Schritt zerlegen, prüfen, aufarbeiten, neu aufbauen. Ziel war nie die Vitrine, sondern ein wieder zugelassener, alltagstauglicher T 400.

Die Phasen der Restauration

Jede Phase ist einzeln dokumentiert. Die Texte übernehmen die Beschreibungen aus den Originalseiten, Schritt für Schritt.

Innenausbau heraus, über 80 Schrauben gelöst, Bodengruppe frei.

Türen, vier Kotflügel, Front und Heck. Lochpunktschweissen, „Banane“, Stossfugen.

Sandstrahlen, Verzinken, Spritzspachtel, Füller, Decklack in zwei Farben.

Bodengruppe von unten, Motor mit Hinterachse, Jungfernfahrt zu „50 Jahre Goggomobil“ in Dingolfing.

Überblick als Kurzfassung

Schritt 1

Zerlegen

Komplette Demontage der Karosserie. Anbauteile, Verglasung, Innenausstattung heraus, damit alle kritischen Stellen am Blech zugänglich sind.

Schritt 2

Instandsetzung der Bleche

Türen, Kotflügel, Seitenwände, Front und Heck separat aufgearbeitet. Was sich richten liess, wurde gerichtet; was unbrauchbar war, ersetzt. Kein Ziel, alles auszutauschen, sondern so viel Originalsubstanz wie möglich zu erhalten.

Schritt 3

Korrosionsschutz und Lackierung

Sorgfältige Grundierung, Zwischenschliff, Decklack im Originalfarbton. Der Blauton entspricht dem damaligen Werkslack und wurde nicht nachgemischt.

Schritt 4

Montage und Fertigstellung

Motor, Getriebe und Fahrwerk revidiert und wieder eingebaut. Abschluss mit Verglasung, Innenausstattung, Zierleisten und Zulassung. Seit Frühjahr 2005 wieder im Alltagseinsatz, inklusive grosser Fahrten.

Vom hässlichen Entchen zum schönen Schwan.

Der T 400 hat seit der Fertigstellung viele Strecken gesammelt, unter anderem den Weg nach Barcelona. Mit Dachträger, vollem Tank, einer guten Prise Geduld und einer Landkarte, auf der die Bundesautobahnen gemieden werden. Genau so, wie es der Wagen verdient hat.

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