Blecharbeiten, von vorne bis hinten.
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Mit dem Zerlegen war die grobe Arbeit erledigt, nun beginnt der eigentliche Kern der Restauration. Die Karosserie des T 400 zeigte über alle vier Ecken hinweg typische Schwachstellen, dazu Spuren eines früheren Unfalls und reichlich Spachtelmasse, die bei näherer Betrachtung mehr versteckte als hielt. Die Vorgehensweise blieb über alle Partien hinweg gleich. Reparaturblech aufzeichnen, mit Blechtreibschrauben exakt fixieren, rostige Bereiche heraustrennen, auf Stossfuge verschweissen, Schweisspunkte verschleifen. Was sich an Originalsubstanz retten liess, wurde gerettet, alles übrige wurde passgenau ersetzt, damit am Ende die Flucht stimmt und sich nichts verzieht.
Die Türen
Es beginnt mit den Türen. Das Fahrzeug hatte wohl früher einen leichten Unfall, so dass die Türen anschliessend grosszügig gespachtelt wurden. Schon durch leichte Schläge gegen die Innenseite fiel die Spachtelmasse in dicken Brocken weg, ein Schnitt zeigt eindrucksvoll, wie dick die Schicht tatsächlich war. Die Türaussenhaut wurde daher komplett entfernt, damit das Reparaturblech in der Höhe nicht geschnitten werden musste. Auf diesem Weg liess sich der alte Unfallschaden fast vollständig aus der Tür herausholen, ohne an den Kanten kompromissbehaftete Übergänge stehen zu lassen.
Die Bitumendämmmasse im Inneren liess sich mit dem Heissluftföhn sehr leicht ablösen, damit der Sandstrahler nachher nicht jammern muss. Anschliessend wurde ein neues Türbodenblech auf Stoss eingesetzt, wieder mit Blechtreibschrauben vorgeheftet, in Heftpunkten fixiert und erst danach Punkt für Punkt durchgeschweisst. Auch hier galt, lieber zweimal nachmessen als einmal zu früh brennen.
Die Kotflügel
Am vorderen linken Kotflügel wurden zunächst grob die schlimmsten Stellen herausgeschnitten. Damit nicht mehr weichen musste als nötig, wurde die Grösse des Reparaturblechs vorher sauber aufgezeichnet. Wieder fixierten Blechtreibschrauben das neue Blech exakt an seinem Platz. Mit der oszilierenden Säge (Fein Schneider) liessen sich zunächst zwei Drittel der Naht gemeinsam mit dem Reparaturblech durchtrennen und punkten, danach wurde der Anschluss zur Front vorbereitet, durchgeschweisst, teilweise schon verschliffen. Vorerst fertig, auch von innen sauber nachgearbeitet.
Am vorderen rechten Kotflügel musste zusätzlich die „Banane“ ersetzt werden, jenes geschwungene Blechteil, das dem Bereich seinen Spitznamen gibt. Weil der Sandstrahler nicht an alle Stellen kam, wurde vorher grundiert. Mit Blechtreibschrauben wurde angepasst, durch Lochpunktschweissen fest verbunden, anschliessend mit dem Innenkotflügel verschraubt. Für die exakte Passform kam das neue Frontreparaturblech probehalber aufgesetzt. Um sauber auf Stoss schweissen zu können, wurden das Reparaturblech und das noch intakte Karosserieblech mit der Schwingsäge gemeinsam durchgetrennt. Einzelne Heftpunkte wurden gesetzt und sofort mit Wasser gekühlt, damit das dünne Blech sich nicht verzieht. Nach dem Verschweissen und Schleifen war auch dieser Bereich fertig.
An den hinteren Kotflügeln und Seitenwänden lief das Muster auf beiden Seiten gleich. Ist-Zustand aufnehmen, rostige Bereiche heraustrennen, Reparaturbleche anpassen, auf Stoss verschweissen, Schweisspunkte verschleifen. Links wurden dafür flächige Stücke aus Kotflügel und Seitenwand ersetzt, rechts folgte dasselbe Vorgehen, Ansicht von innen inklusive. Links wie rechts war das Ergebnis von innen genauso sauber wie von aussen, was bei einem Fahrzeug, das wieder in den Alltag soll, genauso wichtig ist wie die Optik von aussen.
„Mit Blechtreibschrauben wird das Reparaturblech exakt fixiert, das neue und das alte Blech gemeinsam durchtrennt und auf Stoss verschweisst. Nur so passt am Ende alles, ohne dass sich etwas verzieht.“
Front und Heck
Im Bereich, wo das alte Frontblech ausgetrennt werden sollte, wurde zunächst die Spachtelmasse abgeschliffen. Damit wurde der vordere Bereich der gestrahlten Bodengruppe sichtbar und die Passform konnte sauber genommen werden. Das neue, gewinkelte Blech wurde vorher verschraubt. Dagegen und mit dem Bug wurde das neue Frontblech provisorisch verschraubt, Position noch einmal geprüft, erst dann fixiert. Anschliessend verschweisst und verflext.
Das Heck zeigte sich in recht gutem Zustand, musste aber trotzdem an die doppelten Bleche heran. Die Schweisspunkte wurden freigelegt und aufgebohrt, die Teile entrostet, grundiert und wieder eingeschweisst, diesmal mit einer Grundierung zwischen den Blechen, damit der Rost nicht aus der alten Falz zurückkehrt. Mit dieser Etappe steht die Karosserie als Ganzes wieder da. Türen, Kotflügel, Seitenwände, Front und Heck sind wieder ein Körper, bereit für die Oberflächenbehandlung und den Lackierer in der nächsten Phase.
Bilder: Türen
Türaussenhaut abgenommen, der frühere Unfallschaden wird sichtbar.
Schon leichte Schläge gegen die Innenseite lösen die Spachtelmasse.
Die Türaussenhaut wurde entfernt, so blieb das Reparaturblech ungeschnitten.
So wurde der Unfallschaden fast komplett entfernt.
Die Bitumendämmmasse liess sich mit dem Heissluftföhn leicht entfernen.
Ein neues Türbodenblech wurde auf Stoss eingesetzt.
Bilder: Kotflügel vorne links
Erst grob die schlimmsten Stellen herausgeschnitten.
Grösse des Reparaturblechs aufgezeichnet, damit nicht zu viel weicht.
Mit Blechtreibschrauben das neue Blech exakt fixiert.
Bereits zwei Drittel mit der oszilierenden Säge (Fein Schneider) geschnitten und gepunktet.
Der Anschluss zur Front wurde auch hier vorbereitet.
Durchgeschweisst und …
… teilweise bereits verschliffen.
Vorerst fertig!
So sieht das Ganze von innen aus.
Bilder: Kotflügel vorne rechts
Da der Sandstrahler nicht überall hinkommt, wird vorher grundiert.
Mit Blechtreibschrauben wird die „Banane“ angepasst.
Durch Lochpunktschweissen fest verbunden.
Jetzt passt alles und wird mit dem Innenkotflügel verschraubt.
Auf Stoss durchgetrennt, einzelne Heftpunkte sofort mit Wasser gekühlt.
Nach dem Verschweissen und Schleifen ist auch dieser Bereich fertig.
So sieht das Ganze von innen aus.
Sauber gearbeitet, auch im verdeckten Bereich.
Bilder: Seitenwand hinten links
Ist-Zustand der hinteren linken Seitenwand.
Heraustrennen der rostigen Bereiche.
Anpassen der Reparaturbleche.
Verschweissen auf Stoss.
Verschleifen der Schweisspunkte.
Bilder: Seitenwand hinten rechts
Ist-Zustand der hinteren rechten Seitenwand.
Heraustrennen der rostigen Bereiche.
Die rostigen Partien werden grosszügig entfernt.
Anpassen der Reparaturbleche.
Verschweissen auf Stoss.
Die Stossnaht wird Punkt für Punkt geschlossen.
Nach dem Verschleifen ist von der Naht kaum noch etwas zu sehen.
Ansicht von innen.
Bilder: Front und Heck
Spachtel abgeschliffen, der vordere Bereich der gestrahlten Bodengruppe wird sichtbar.
Das neue, gewinkelte Blech wird vorher verschraubt.
Dagegen und mit dem Bug wird das neue Frontblech provisorisch verschraubt.
Anschliessend verschweisst und verflext.
Das Heck war in recht gutem Zustand, doch die doppelten Bleche müssen heraus.
Die Schweisspunkte wurden freigelegt und aufgebohrt.
Nach dem Entrosten und Grundieren wurden sie wieder eingeschweisst.
Heck wieder geschlossen, Karosserie als Ganzes komplett.