Schweissen, vorbereitet zum Lackieren.
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Nach dem Zerlegen liegt der KaRo in Einzelteilen auf der Werkbank. Jetzt beginnt die zweite Phase: Löcher schliessen, morsche Bleche ersetzen, die Karosserie Schritt für Schritt in einen Zustand bringen, in dem sie lackiert werden kann. Diese Etappe entscheidet darüber, ob am Ende alles wieder zusammenpasst, und nichts verzieht.
„Beim Einsetzen oder Austauschen von Blechteilen immer darauf achten, dass der Wagen am Ende als Ganzes zusammenpassen muss.“
Aus diesem Grund bleiben die betroffenen Karosserie-Bereiche bei den meisten Anpassungs- und Schweissarbeiten verschraubt. Das gilt nicht nur für den KaRo, sondern für jedes Blechkleid, das später wieder fluchten soll.
Blecharbeiten
Den Anfang machten rund 100 Schrauben- und Nietenlöcher, eines nach dem anderen zugeschweisst. Erst danach ging es an die Bleche, die auf den ersten Blick gar nicht auffallen. Am Bug wurden die Radlaufbleche sowie das Bodenblech herausgetrennt und ersetzt. Die Bodenwanne war insgesamt noch in gutem Zustand, einzelne Stücke liessen sich selbst anfertigen. Der vordere Kasten wurde geöffnet, damit der Sandstrahler bis in die letzte Ecke kam.
Der Einstiegsbereich machte besonders viel Arbeit: wegen der doppelten Bleche musste der untere Abschnitt mitsamt Verstärkungsprofil herausgeschnitten werden. Am Heck gab es noch ein paar Löcher zu schliessen und einiges zu dengeln, denn der Wagen hatte in einem früheren Leben einen Heckschaden abbekommen.
Oberflächenbehandlung
Probehalber wurde anschliessend alles zusammengeschraubt, die Zierleisten gebogen, die notwendigen Löcher gebohrt. Dann ging die Karosserie zum Sandstrahlen, bei dem der letzte Rost mit feinem Strahlgut abgetragen wird. Es folgte eine Spritzverzinkung, also eine dünne, aufgespritzte Zinkschicht als Korrosionsschutz direkt auf dem blanken Blech. An besonders beanspruchten Stellen kam zusätzlich Verzinnung zum Einsatz, das klassische Auffüllen mit Weichlot, das Übergänge sauber glättet.
Lackierung
Der Lackierer begann mit einer rostbraunen Grundierung, darauf eine Lage Spritzspachtel, die anschliessend wieder abgeschliffen wurde. Verbliebene Unebenheiten arbeitete er mit Feinspachtel nach. Ersatzteile stammten, wo nötig, vom Messerschmitt-Club-Deutschland, anderes wurde selbst angefertigt. Die finale Lackierung erfolgte schliesslich bei einem ortsansässigen Sportwagenhersteller im KTL-Verfahren, einer kathodischen Tauchlackierung, bei der die Karosserie in ein Elektrolytbad getaucht und der Lack unter Strom gleichmässig abgeschieden wird. Eine Beschichtung, die bis in jede Falz kriecht.
Rund 100 Schrauben- und Nietenlöcher, eines nach dem anderen verschlossen.
Am Bug: Radlaufbleche und Bodenblech heraus, neue Teile vom Club bereit.
Bodenwanne im Detail. Der Kasten vorn geöffnet für den Sandstrahler.
Einstieg saniert: unterer Bereich samt Verstärkungsprofil ersetzt.
Am Heck gedengelt, Löcher zu. Spuren eines alten Unfalls verschwinden.
Der vordere Kasten geöffnet, damit der Strahler überall hinkommt.
Doppelte Bleche am Einstieg, samt Verstärkungsprofil herausgetrennt.
Das neue Einstiegsteil, kathodisch tauchlackiert vom Sportwagenbauer.
Probehalber alles zusammengeschraubt, bevor es zum Strahlen geht.
Zierleisten gebogen und die nötigen Löcher gebohrt.
Sandgestrahlt und spritzverzinkt, stellenweise verzinnt.
Eine Lage Spritzspachtel, anschliessend wieder glattgeschliffen.
Sandgestrahlt, spritzverzinkt, in rostbrauner Grundierung. Bereit für den Lack.
Unebenheiten mit Feinspachtel nachgearbeitet, fertig für den Decklack.