Zerlegen, über 80 Schrauben.
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Dieser T 400 kam kurz vor dem Verschrotten in die Werkstatt. Von aussen ein Fall für den Container, beim genaueren Hinsehen aber erstaunlich solide. Die Substanz war besser als der erste Eindruck vermuten liess, also wurde aus dem Retten eine richtige Restauration. Bevor irgendetwas gerichtet werden konnte, musste der Wagen zunächst komplett in seine Einzelteile.
Innenausbau heraus
Als Erstes wurde im Innern alles ausgebaut. Viel war hier ohnehin nicht mehr vorhanden, die Sitze müde, die Verkleidungen zerschlissen, ein paar Teile schlicht verschwunden. Was brauchbar war, wurde beschriftet und beiseitegelegt, der Rest entsorgt.
Danach hatte man freie Sicht auf die Schrauben, die Karosserie und Bodengruppe zusammenhalten. Abheben lässt sich die Karosserie dann relativ einfach. Aber nur, wenn keine der über 80 Schrauben übersehen wurde. Eine einzige vergessene Schraube reicht, um sich beim Anheben alles krumm zu ziehen.
Der Boden
Nach der kompletten Demontage wurde der Boden erst einmal durch Sandstrahlen entrostet. Das ist die ehrlichste Methode: was übrig bleibt, ist tragend, der Rest fliegt als Staub davon. Anschliessend kamen Karosserie und Bodengruppe wieder aufeinander, damit zuerst die Karosserie instand gesetzt werden kann.
Die irreparable Sitzmulde wurde an den Schweisspunkten ausgebohrt und entfernt, ebenso das Versteifungsprofil darunter. Vor dem Einschweissen der neuen Bleche wurde der überlappende Bereich mit Rostumwandlergrundierung geschützt. Bilder von der fertig geschweissten Bodengruppe gibt es leider keine mehr, der Chip der Kamera wurde zwischenzeitlich gestohlen. Ärgerlich, aber nicht zu ändern.
„Abheben lässt sich die Karosserie erst, wenn wirklich keine der über 80 Schrauben mehr hält.“
Die Schritte dieser Phase
Innenausbau demontiert
Sitze, Verkleidungen und alles, was noch an Innenausstattung vorhanden war, kam heraus. Freie Sicht auf die Verschraubung zwischen Karosserie und Bodengruppe.
Über 80 Schrauben gelöst
Jede einzelne Schraube zwischen Karosserie und Bodengruppe herausgedreht. Erst dann lässt sich die Karosserie sauber abheben, ohne etwas zu verziehen.
Boden gestrahlt
Die abgehobene Bodengruppe durch Sandstrahlen komplett entrostet. Was nach dem Strahlen noch stand, war verwertbar, der Rest liegt auf dem Hallenboden.
Sitzmulde ausgebohrt
Die irreparable Sitzmulde und das Versteifungsprofil an den Schweisspunkten ausgebohrt. Überlappende Bereiche mit Rostumwandlergrundierung versehen, bereit zum Einschweissen.
Ausgangszustand: der T 400, wie er in die Werkstatt kam.
Innen alles heraus, Schrauben zwischen Karosserie und Bodengruppe im Blick.
Karosserie abgehoben, keine der über 80 Schrauben übersehen.
Nach dem Sandstrahlen: was steht, ist tragend.